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Japanische Forscher haben eine Methode bestätigt, mit der sich der Ausbruch der Alzheimer-Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen lässt. Dazu untersuchen sie ihr Blut auf das Vorhandensein eines bestimmten Typs abnormalen Proteins, das die Krankheit verursacht.

Eine Gruppe von Forschern an der Universität Tokio, darunter Professor Takeshi Iwatsubo, veröffentlichte die Ergebnisse in der medizinischen Fachzeitschrift Alzheimer's Research & Therapy am Donnerstag.

 

Die jüngste Studie weckt die Hoffnung, dass die Krankheit frühzeitig behandelt werden könnte, wenn Ärzte frühzeitig erkennen könnten, bei welchen Personen das Risiko besteht, an Alzheimer zu erkranken.

Wenn Patienten an Alzheimer erkranken, reichert sich bekanntermaßen eine bestimmte Art von Protein, das sogenannte Amyloid-Beta, lange vor Ausbruch der Krankheit im Gehirn an.

Auch ein PET-Scan kann Amyloid-Beta nachweisen, allerdings sind die medizinischen Einrichtungen, die solche Scans durchführen können, begrenzt, und der Test kann kostspielig sein. Die Forschung der Universität Tokio bietet eine alternative Nachweismethode durch den Einsatz von BlutprobeS.

Die Forscher untersuchten 474 Personen, die nicht an der Krankheit erkrankt waren, auf das Amyloid-Beta-Protein und verglichen die Ergebnisse eines PET-Scans mit denen des Bluttests.

Mithilfe einer Kombination aus zwei Proteintypen – Amyloid-Beta und Tau, phosphoryliert an Threonin 217 (p-Tau217) – konnten die Forscher die Menge an Amyloid-Beta im Blut bestimmen. mit einer Genauigkeit von 90 % oder mehr.

Obwohl Forscher in Schweden bereits ähnliche Ergebnisse veröffentlicht hätten, zeige die neueste Studie, dass die Methode unabhängig von Rasse oder ethnischer Zugehörigkeit funktioniere, sagten sie.

Im Jahr 2022 werden in Japan schätzungsweise 4,4 Millionen Menschen an Demenz leiden. Laut Regierungsangaben dürfte diese Zahl bis 2060 auf 6,5 Millionen ansteigen. Mehr als 60 Prozent der Demenzkranken leiden an Alzheimer, wie Daten des Gesundheitsministeriums zeigen.

Im September genehmigte das Gesundheitsministerium die Verwendung von Lecanemab, dem ersten Medikament, das das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamt. Es wurde vom japanischen Arzneimittelhersteller Eisai und der US-Firma Biogen entwickelt.